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31. August 2017

hks | architekten bauen neuen Schulstandort Bürgel

Der Saale-Holzland-Kreis hat beschlossen, den Schulstandort Bürgel neu zu strukturieren. Im Verhandlungsverfahren haben sich hks | architekten zusammen mit der Implenia AG als Generalunternehmer durchgesetzt. Das Gesamtensemble von Bestandsgebäuden und Neubauten wird den gewachsenen Ortskern von Bürgel angemessen ergänzen.

Städtebau und Architektur

Auf einer Nutzungsfläche von 1.800 m² entsteht in zwei Baukörpern Raum für eine Gemeinschaftsschule, die auch der Grundschule Thalbürgel Platz bieten wird. Besondere Aufgabe dabei ist die Gestaltung eines Schulkomplexes mit einem historischen Hauptgebäude als Dominante, den die Neubauten respektvoll umrahmen und, der den heutigen Anforderungen an eine Schule genügt.

Durch die Anordnung der Neubauten zum Bestandsgebäude wird der Schulhof als Spiel- und Tobefläche gefasst und dient gleichzeitig als großzügiger Eingangsbereich. Ein separater grüner Hof wird im Süden gebildet, welcher dem Hort zugeordnet werden kann. Weiterhin wird durch die Aufteilung des Programms in zwei Baukörper erreicht, dass die Räume mit durchgehend belichteten Fluren auf kurzen Wegen erschlossen werden können. Zwischen den neuen Baukörpern wird ein Verbinder ausgebildet, welcher durch seine Transparenz die optische Vernetzung der Freibereiche erreicht und gleichzeitig eine gut belichtete, hochwertige Zone zur Gruppenarbeit bildet. Bestehende Freianlagen werden soweit möglich erhalten und - dort wo sinnvoll und notwendig - ergänzt.

 

Organisation und Funktionalität

Im Erdgeschoss werden der Speisesaal mit Ausgabeküche, Schülercafé, Hauswirtschafts- und Hausmeisterbereich sowie der Hortbereich angeordnet. Im 1. Obergeschoss schließt sich der Lehrerbereich an. Die Allgemeinen Unterrichträume und Fachräume werden in den Obergeschossen 1 bis 3 entsprechend der vorgegebenen Funktionsschemen platziert.

Die Anordnung der Räume zueinander und zum Flur setzt das vorgegebene Konzept der Cluster um und schaffen dadurch einen flexiblen Rahmen, in dem unterschiedlichste pädagogische Ansätze und Konzepte umgesetzt werden können.

 

Bauliche Qualität und Nachhaltigkeit

Bei der Auswahl der Materialen wird besonderes Augenmerk auf Funktionalität und Nachhaltigkeit gelegt. So kommt als Fassade ein mineralisches Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz. Die Wände und Decken des Gebäudes sind - außer in den Bereichen, in denen die Flexibilität einschränket würde - als massive Bauteile ausgebildet, die als Speichermassen im Gebäude dienen. Das geplante Konzept der Gebäudetechnik fokussiert darauf, möglichst optimale Bedingungen für das Raumklima und damit für das Lernen zu schaffen. Der Bedarf an Wärme wird über eine Holzpellet-Heizung mit nachwachsenden Rohstoffen gedeckt.

Bei der Konzeption des Gebäudes wird nicht nur die aktuelle Aufgabestellung umgesetzt sondern auch eine Flexibilität für zukünftige Veränderungen angestrebt. Deshalb wird schon zum heutigen Zeitpunkt eine strukturierte Verteilung der haustechnischen Medien konzipiert. Diese legt den Fokus auf eine durchgängige Systematik der Leitungsverteilungen, die auch die Möglichkeit zur Nachinstallation berücksichtigt.

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