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28. Februar 2017

hks | architekten planen BIM-Pilotprojekt des Bundes in Berlin

Im Hochbau betreut der Bund derzeit zwei BIM-Pilotprojekte - den Neubau der Deutschen Botschaft in Wien und den Forschungsneubau Bundesamt für Strahlenschutz in Berlin, für welches hks l architekten 2013 den Wettbewerb gewonnen haben. Neben der Architekturplanung ist unser Büro bei diesem Projekt auch mit der Aufgabe des sogenannten „BIM-Koordinators“ betraut und somit für die Koordination der einzelnen Fachmodelle verantwortlich. Um die Potentiale der digitalen Planung voll auszuschöpfen wird das Projekt von einem Forschungsteam begleitet, welches die Möglichkeiten und Grenzen von BIM evaluieren wird.

Neben diesem Leuchtturm-Projekt werden bereits viele weitere Projekte von hks l architekten mit der BIM-Methodik geplant. Dies wird je nach Bauaufgabe, Bauherr und Planungspartner in unterschiedlicher Tiefe verwirklicht. Generell werden alle Neubauten als digitale 3D-Bauwerksmodelle erstellt und die 2D-Pläne wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten aus dem Modell abgeleitet. Diese Funktion ist in weiten Teilen schon soweit qualifiziert, sodass sich die 2D-Ergänzung meist auf Beschriftung und Bemaßung beschränken. Weiterhin werden ein Großteil der Mengen für Kostenschätzung, Kostenberechnung und Ausschreibung aus dem Modell gezogen, was zu jedem Zeitpunkt ermöglicht ein aktuelles Mengengerüst zu erzeugen. Standard sind hierbei auch dynamisch generierte Türlisten, Fensterlisten und Raumlisten, die vollständig mit dem Modell und den Zeichnungen übereinstimmen.

Auch einige unserer Planungspartner nutzen bereits das 3D-Gebäudemodell zur Planung, was den verlustfreien Datenaustausch über die IFC-Schnittstelle ermöglicht.
Dies erleichtert und beschleunigt die Kommunikation und führt dank automatisierter Kollisionskontrolle gerade bei komplizierten Laborgebäuden zu einer hohen Planungsqualität und deutlicher Vereinfachung von Abstimmungsprozessen auf der Baustelle.

Der Bauherr profitiert jedoch nicht nur von reibungsarmen Baustellenabläufen, die BIM-Modelle erlauben darüber hinaus eine wirklichkeitsgetreue Darstellung des geplanten Gebäudes. Somit sind Fachkenntnisse im Lesen von Plänen nicht mehr Voraussetzung, um aus Schnitten und Grundrissen das fertige Gebäude ablesen zu können. Virtuelle Rundgänge durch das 3D-Modell, Visualisierungen und Oberflächenbemusterung im VR-Raum sind problemlos möglich. Sogar mit Smartphone und anderen Mobilgeräten ist es möglich, sich nur durch Neigen der Geräte durch das Gebäude zu bewegen.

BIM ist eine kooperative Arbeitsmethode, für die ein großes Kompetenznetzwerk benötigt wird. Deshalb engagieren wir uns unter anderem in der buildingSMART Regionalgruppe Mitteldeutschland und gehören dort zum festen Kern der Organisatoren. Regelmäßige Treffen mit Impulsvorträgen und Zeit für informellen Austausch sorgen für ein ständiges Wachsen dieser Interessenvereinigung. Mit unserem Fachwissen unterstützen wir auch die Hochschulen bei der Bildungsarbeit, wie z. B. beim DigiWertBau-Projekt in Thüringen, welches anhand eines Hoch- und Tiefbauprojekts die Digitalisierung der Wertschöpfungskette Bau abbildet.

Auch das Bundesbauministerium setzt zukünftig voll auf BIM.

Bei Hochbauprojekten des Bundes kommt ab sofort Building Information Modeling (BIM) umfassend zum Einsatz. Die Vorgabe soll dem digitalen Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken zum Durchbruch verhelfen sowie Bauen effizienter machen.

Ein entsprechender Runderlass des Bundesbauministeriums erging an die 16 Bauverwaltungen der Länder, berichtet die Immobilienzeitung am 06.02.2017. Er stellt eine neue Qualität der öffentlichen Hand im Umgang mit BIM dar: Zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium treiben nun zwei große Öffentliche Auftraggeber die digitalen Methoden voran, mit dem Ziel, Kosten- und Zeitpläne besser beherrschen und steuern zu können.

Die Bauverwaltungen sind gehalten, bei zivilen Projekten ab 5 Mio. Euro auf BIM zu setzen. Potenzielle Auftragnehmer seien Richtung "digitale Unterstützung" des Vorhabens zu beraten. Dies betrifft sämtliche Phasen von der Konzepterstellung bis hin zum Betrieb des Gebäudes. BIM ist "Pflichtberatungsgegenstand".

Darüber hinaus sind die Behörden verpflichtet, ihre internen Bau- und Planungsprozesse auf BIM-Tauglichkeit hin zu prüfen. Das Ergebnis ist in den Etatunterlagen und in dem dazu gehörenden Prüfvermerk festzuhalten. Um die öffentlichen Planer fit zu machen, kündigt das Ministerium eine systematische Schulung an. Parallel soll ein Kompetenzzentrum entstehen.

Neben dem Bundesverkehrsministerium (BMVI), das BIM bis 2020 für sämtliche Infrastrukturprojekte für Straße, Schiene und Wasserstraßen zum Standard machen will, hat somit ein zweiter öffentlicher Bauherr (BMUB) die großen Potentiale von BIM erkannt und möchte die Vorteile durch Implementierung in die eigenen Projektplanungen für sich nutzen.

Quelle: http://www.immobilien-zeitung.de/1000040534/bundesbauministerium-setzt-voll-auf-bim

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