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20. Oktober 2017

Übernachtungsstätte für Obdachlose in Frankfurt am Main

Seit Juli 2017 ist die neue Übernachtungsstätte für Obdachlose im Ostpark des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten e.V. bezogen. Inmitten des denkmalgeschützten Parks, welcher schon seit vielen Jahren die zuvor in Containerbauweise errichtete Übernachtungsstätte beherbergte, ist nun ein moderner Gebäudekomplex mit etwa 70 Übernachtungszimmern entstanden.

Das Gebäude gliedert sich in vier einzelne längliche Baukörper, die sich mäanderartig auf dem Grundstück verteilen. Dadurch entstehende Erschließungshöfe und Freiflächen verzahnen das Gebäude mit dem Park und fügen sich gut in die Landschaft. Offene Treppenhäuser und Durchgänge zwischen den einzelnen Gebäudeteilen erleichtern die Orientierung und verbinden die Laubengänge im Obergeschoss, als Teil der Erschließung. Ein gemeinsames Dach verbindet die vier Baukörper und schützt durch Überstand die Eingänge vor der Witterung.

Parkseitig sind die Fassaden mit kleinteiligen Schindeln aus Edelstahl verkleidet, welche das Sonnenlicht je nach Tageszeit und Blickrichtung in verschiedenen Grüntönen reflektieren. Die laubengangseitigen Fassaden mit den Zugängen zu den Zimmern sind mit einer vertikalen Lerchenholzschalung verkleidet, welche für die Bewohner eine warme behagliche „Wohnatmosphäre“ schafft. Durch die unterschiedlichen Materialien erhält das Gebäude zwei sehr differenzierte Ansichten und schirmt die Außenwelt gewissermaßen vom Inneren des Gebäudekomplexes ab. Dies hilft den Klienten nicht nur bei der Orientierung, sondern wird auch ihrem Bedürfnis nach Schutz vor der Umwelt gerecht.

Jeweils zwei bis drei Übernachtungseinheiten teilen sich eine gemeinsame Sanitärzelle. Die Zimmer selbst sind mit angepassten Einbaumöbeln aus langlebigen Materialien ausgestattet, welche ideal auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sind. Die Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftsküchen sind blockweise in der Anlage verteilt und von überall auf kurzem Weg erreichbar. Herzstück der Übernachtungsstätte ist die Verwaltung, welche neben dem Empfangsraum auch Büros für Sozialarbeiter, einen Sanitätsbereich, einen Besprechungsraum und Sozialräume für das Personal beherbergt.

Die Planung einer Übernachtungsstätte für Menschen ohne Obdach ist sicherlich eine ganz besondere Bauaufgabe, die neben den üblichen Planungsthemen auch höchste Sensibilität im Bereich der sozialen Verantwortung erfordert. Insofern freuen wir uns sehr, dass uns diese Verantwortung angetragen wurde, und sie sich in diesem funktional-gestalterisch ansprechenden Gebäude manifestiert hat. Wir wünschen den Klienten und Nutzern für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V.

Mitwirkung Konzept: Michel Müller Architekten, Darmstadt.

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